AUBI-plus GmbH Tuesday, December 18, 2018 2 Minuten Lesezeit

Die Zeit der Gegensätze - Lebensretter Ehrenamt

Die Weihnachtszeit gilt bekanntlich als Zeit der Besinnlichkeit. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, alte Freunde kommen heim, treffen sich nach Monaten wieder und Familien finden kurz vor den bevorstehenden Feiertagen zusammen. Für viele von uns ist es fast schon selbstverständlich, an Weihnachten beschenkt und tagelang von besonders leckerem Essen verwöhnt zu werden.

Anderen Menschen eine Freude bereiten
Anderen Menschen eine Freude bereiten© Dagmar Schwelle | Tafel Deutschland e.V.

Man sitzt mit der Familie vor dem warmen Kamin, lauscht Weihnachtsliedern und lässt es sich bei Plätzchen und warmen Getränken gut gehen. Eine Zeit der Freude und des Zusammenhalts, so scheint es zumindest. Leider gibt es auch Schattenseiten, denn gerade jetzt werden große Gegensätze erkennbar.

Die kalte Jahreszeit – Überleben auf der Straße 

Was im positiven Stress der Weihnachtszeit oft in Vergessenheit gerät: Vielen Menschen geht es sehr schlecht, besonders in der jetzigen kalten Jahreszeit. Laut einer Hochrechnung leben Ende des Jahres 2018 über 1,2 Millionen Menschen in Deutschland, darunter über 650.000 Flüchtlinge, ohne festen Wohnsitz. Gerade in Großstädten ist die Obdachlosenquote in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Grund dafür ist vor allem der durch die Modernisierung immer kleiner werdende Teil an bezahlbarem Wohnraum. Viele Geringverdiener und Arbeitslose müssen in der Folge ihre Wohnungen verlassen und stehen nicht selten vor dem Nichts, was drastische Folgen nach sich zieht. So kann es auf der Straße, aufgrund der unter den Gefrierpunkt sinkenden Temperaturen, lebensgefährlich werden. Laut Schätzungen erfroren in den letzten Jahren auf Deutschlands Straßen über 100 Menschen in den kalten Wintermonaten.

Soziale Hilfsorganisationen – kleine Alltagshilfen mit großem Symbolcharakter 

Da viele Menschen, nicht ausschließlich Obdachlose, wenig bis gar nichts zum Leben besitzen, sind sie auf besondere Hilfe angewiesen. Wohltätige Organisationen wie Die Tafel haben sich der Aufgabe angenommen, denjenigen zu helfen, denen es in der jetzigen Lebenssituation nicht gut geht.

Die Tafel ist ein Ort der Begegnung, an dem Bedürftige bei einer warmen Mahlzeit ein soziales Netzwerk aufbauen können, was in besonderem Maße zur Verbesserung ihrer Situation beiträgt. Regelmäßiger Kontakt zu Mitmenschen gibt Halt und bringt nicht selten einen positiven Blick auf eine hoffentlich bessere Zukunft. Darüber hinaus leisten viele Tafeln noch mehr. Einige bieten den Menschen Kleidung, Haushaltswaren oder Möbel. Andere können sogar eine eigene Kinderbetreuung anbieten!

All das wäre ohne die freiwilligen Helfer nicht möglich. Über 60.000 Menschen halten die Organisation mit ihrer Hingabe am Leben und leisten einen großen Beitrag für das Ehrenamt. Gleichzeitig bereiten sie Hilfebedürftigen kleine Freuden mit großer Bedeutung. 

Auch du kannst dich einbringen und einen ehrenamtlichen Beitrag für andere Menschen leisten. Mittlerweile verfügt Deutschland über mehr als 940 verschiedene Tafeln, vielleicht ist sogar ein Standort in deiner Nähe?