Studenten-Tipps für die Arbeit am PC

Die Klischees von Studenten bestehen darin, dass sie immer ausschlafen können, ab und an in der Uni aufkreuzen und ansonsten eigentlich nur feiern gehen. Natürlich gibt es viele Fälle, die genau diese Vorurteile bedienen. Aber das Leben von Studenten findet auch in Hörsälen und Bibliotheken statt – und vor allem vor dem PC, Laptop oder Tablet. Seien es die Mitschriften aus Seminaren und Vorlesungen, Hausarbeiten-Vorbereitungen oder Präsentationen – ein Großteil der Arbeit findet vor einem Bildschirm statt. Wir haben uns die Frage gestellt, was du alles beachten musst, wenn du viel am PC arbeitest, damit du Rücken- oder Augenschmerzen vermeiden kannst.

Die lange Arbeit am PC kann zu Schmerzen führen.
Die lange Arbeit am PC kann zu Schmerzen führen.© fancycrave1 | Pixabay Public Domain

Schone dein Sehorgan

Nicht nur Augenoptiker und die, die es werden wollen, wissen, dass eine Überanstrengung der Augen zu Sehstörungen führen kann. Trotzdem unterschätzen wir diese Gefahr und sitzen zum Beispiel auch bei schlechten Lichtverhältnissen vor dem Bildschirm. Die Folgen sind:

  • Kopfschmerzen
  • Brennende und gerötete Augen
  • Trockene Augen

Hinzu kommt die Tatsache, dass gerade Studenten oftmals über einen längeren Zeitraum am PC arbeiten. Vor der Abgabe einer Hausarbeit kann das durchaus mal die ganze Nacht sein. Und wenn wir ehrlich sind: Du wirst am Laptop bestimmt nicht nur arbeiten, sondern dir vielleicht auch eine Serie auf Netflix angucken oder über Steam ein Game zocken – alles Dinge, die vor einem Bildschirm stattfinden. Um deine Augen zu schonen, bedarf es eigentlich nur etwas Zeit für ein paar Übungen. Diese solltest du unbedingt ausprobieren - du wirst merken, dass sich die Beschwerden an deinen Augen dadurch deutlich minimieren lassen.

  1. Leg regelmäßig eine Pause ein: Das ist nicht nur gut für deine Augen, sondern auch für den Rücken. Zudem fördert es die Durchblutung in deinen Beinen. Am besten gehst du einmal pro Stunde ein paar Schritte, machst vielleicht das Fenster auf und atmest kurz tief durch. Dank der frischen Luft wird dein Kopf automatisch klarer und die Augen brennen nicht mehr so stark.
  2. Augenumschläge: Das klingt jetzt vielleicht erst einmal komisch, aber sie können wahre Wunder bewirken. Befeuchte einfach zwei Wattepads mit lauwarmem Wasser und leg sie dir auf die Augen. Das entspannt und hilft dir später beim Einschlafen.
  3. Augenyoga: Keine Sorge, du musst keine komplizierten Übungen machen, sondern lediglich deine Perspektive ändern. Das tust du, indem du deinen Blick durch den Raum gleiten lässt. Einmal nach links, dann nach rechts. Einmal hoch und dann wieder nach unten. Du kannst auch mit den Augen rollen. Sieh in die Weite und dann wieder in die Nähe. Durch dieses Vorgehen verhinderst du einen starren Blick. Außerdem stärkt es deine Augenmuskulatur und trägt zu einer besseren Durchblutung bei.


Lass dein Sehvermögen testen

Wusstest du, dass Bildschirmtätigkeit zu Kurzsichtigkeit führen kann? Brennende, gerötete oder juckende Augen sind nicht immer ein Zeichen dafür, dass du dich überanstrengt hast. Manchmal sind sie auch ein Indikator für eine Sehstörung. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass du permanent eine Brille oder Kontaktlinsen tragen musst. Mittlerweile gibt es spezielle Arbeitsplatz- und Computerbrillen, die dir dabei helfen sollen, augenschonender zu arbeiten. Unser Tipp: Als Auszubildender kannst du ein solches Modell unter Umständen vergünstigt bekommen. Denn jeder Arbeitnehmer kann sein Recht auf eine Schutzbrille einfordern. Fragen lohnt sich.


Ergonomie – wichtig für Rücken, Nacken und Schultern

Wer kennt das nicht? Je länger wir vorm PC sitzen, umso krummer wird unsere Haltung. Irgendwann tut uns dann der Rücken weh, der Nacken schmerzt und die Schultern sind verhärtet. Das ist nicht nur lästig, sondern vor allem absolut unnötig. Wenn du bei der Ausstattung deines Arbeitsplatzes folgende Tipps berücksichtigst, kannst du viele Haltungsschäden vermeiden:

  1. Vergiss das Sofa, setzt dich an den Schreibtisch! Die Couch oder der Sessel sind keine geeigneten Sitzmöbel, wenn du am Laptop arbeiten musst. Du sitzt automatisch krumm und nicht rückenschonend.
  2. Höhenverstellbarer Schreibtisch: Entscheide dich für ein Modell, welches du deiner Körpergröße anpassen kannst. Nicht jeder benötigt dieselbe Höhe.
  3. Verstellbarer Bürostuhl: Auch deine Sitzgelegenheit sollte zu deinem Körper angepasst werden können. Dazu zählen zum Beispiel die Rückenlehne, die Höhe ebenso wie die Armstützen.
  4. Spiegelungen und Blendungen vermeiden: Du solltest deinen Schreibtisch weder mit dem Rücken noch direkt vor das Fenster stellen. Ansonsten sorgst du nur für Blendungen und Spiegelungen, die dich bei der Arbeit behindern.
  5. Richtiger Abstand: Mindestens 50 cm sollte der Abstand zwischen dir und deinem Bildschirm betragen. Selbstverständlich gibt es noch viel mehr Dinge, auf die du alle achten solltest. Im Bereich Ergonomie empfehlen wir dir einen Blick auf diese Übersicht.