Lebenslauf

Neben dem Anschreiben bildet der Lebenslauf ein weiteres zentrales Dokument in deiner Bewerbung um einen Ausbildungsplatz. So manch ein Personaler schaut sich als allererstes dein Curriculum Vitae an (das ist die lateinische Bezeichnung für Lebenslauf), bevor er sich dem Fließtext im Bewerbungsanschreiben widmet. Anhand deines Lebenslaufs ist schnell ersichtlich, welche Erfahrungen und Qualifikationen du besitzt und ob du die Voraussetzungen für die Ausbildung mitbringst. Daher sollte dein Lebenslauf mit deinen bisherigen Stationen nicht nur gut strukturiert, sondern auch leserfreundlich sein. Damit du diese Hürde erfolgreich meisterst und dem nächsten Schritt, der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, näher kommst, haben wir dir hier die Tipps für deinen perfekten Lebenslauf zusammengestellt.

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Aufbau und Gestaltung

Wie oben schon erwähnt, sollte dein Lebenslauf übersichtlich sein. Dabei ist es heutzutage nicht mehr üblich, dass du den Lebenslauf als Fließtext formulierst. Bei den meisten Personalern hat sich der tabellarische Lebenslauf durchgesetzt. Diese tabellarische Form vereinfacht dir die Kontrolle über deine Angaben. In der Vorbereitung hast du dir bereits Notizen zu deinen Praktika, Nebenjobs usw. gemacht, die du hier optimal einsetzen kannst.

Gliedere deinen Lebenslauf in folgende Abschnitte, die du am besten „fett“ formatierst:

Bei der Erstellung deines Lebenslaufes musst du keine besondere Länge einhalten, sodass das Dokument ruhig über eine bis maximal drei Seiten gehen kann. Falls du kein Deckblatt verwendest, gehört das Bewerbungsfoto oben rechts auf die erste Seite deines Lebenslaufes.

Bei deinen Angaben zur Schullaufbahn, akademischen Laufbahn und beruflichen Laufbahn kannst du zwischen einer chronologischen und antichronologischen (amerikanischen) Form wählen. Bei den meisten Personalern hat sich die antichronologische Form durchgesetzt. Die Besonderheit liegt darin, dass du mit dem aktuellsten Datum beginnst und die einzelnen Stationen absteigend aufführst.


Persönliche Daten

Unter der Überschrift „Lebenslauf“ führst du deine persönlichen Daten auf. Für die Überschrift dieses Abschnitts kannst du auch Formulierungen wie „Über mich“ oder „Persönliches“ verwenden. Deine persönlichen Daten setzen sich aus den folgenden Informationen zusammen:

Optional kannst du auch Angaben zu deinem Familienstand und deiner Staatsangehörigkeit machen. Namen und Beruf deiner Eltern werden heutzutage nicht mehr im Lebenslauf aufgeführt!


Schullaufbahn

In diesem Abschnitt führst du deine besuchten Schulen mit Zeit- und Ortsangabe auf und gibst an, welchen Abschluss du auf der jeweiligen Schule erreicht hast. Sofern du die Oberstufe besucht hast, kannst du auch deine Leistungsfächer notieren.

Beispiel:

08/2006 – 07/2009 Mustergymnasium Muster, Musterstadt
1. Leistungskurs: Englisch
2. Leistungskurs: Geschichte
Abschluss: Allgemeine Hochschulreife
08/2000 – 07/2006 Realschule Muster, Musterstadt
1. Wahlpflichtfach: Französisch
2. Wahlpflichtfach: Pädagogik
Abschluss: Mittlere Reife (Realschulabschluss)

Optional kannst du auch deine besuchte Grundschule aufführen. In der Regel reichen den meisten Arbeitgebern aber Angaben zur weiterführenden Schule.


Akademische Laufbahn

In diesen Abschnitt gehören vor allem Informationen zu absolvierten Studiengängen. Auch hier solltest du die besuchte Hochschule oder Fachhochschule mit Zeit- und Ortsangabe und dem erreichten Abschluss angeben.

Beispiel:

10/2012 – 09/2014 Hochschule Muster, Musterstadt
„Bezeichnung des Studiengangs“
Abschluss: Master of Arts/ Science/ Education/Engineering
10/2009 – 09/2012 Hochschule Muster, Musterstadt
„Bezeichnung des Studiengangs“
Abschluss: Bachelor of Arts/ Science/ Education/Engineering

Berufliche Laufbahn

Um zukünftige Arbeitgeber auch von deinen Fähigkeiten, Kenntnissen und Stärken in deinem Lebenslauf zu überzeugen, führst du in diesem Abschnitt deine praktischen Erfahrungen wie absolvierte Praktika, Nebenjobs, besondere Projekte und frühere Jobs auf. Dabei reicht es dem Personaler meist nicht aus, wenn du nur die Positionsbezeichnung in deinem Lebenslauf erwähnst. Er möchte genau wissen, welche Haupttätigkeiten du übernommen hast.

Beispiel:

01/2015 – 03/2015

Praktikum als Kaufmann im Einzelhandel
Unternehmen xy GmbH, Musterstadt

  • Entgegennahme und Kontrolle der Ware
  • Umsetzung und Kommunikation verkaufsfördernder Maßnahmen
  • Personalplanung
05/2014 – 09/2014

Nebenjob als Kaufmann für Marketingkommunikation
Unternehmen ab GmbH, Musterstadt

  • Analyse des Marktes und einer Zielgruppe
  • Entwicklung von Kommunikationskonzepten für Kampagnen
  • Planung und Kontrolle des Einsatzes von Medien und Maßnahmen

Besondere Kenntnisse und Interessen

Zu den letzten wichtigen Inhalten, mit denen du deinen Lebenslauf perfekt machst, zählen z.B. deine Sprachkenntnisse, Computerkenntnisse, Hobbys usw. Diese Daten sollen dein Profil abrunden. Achte bei den Sprach- und Computerkenntnissen darauf, auch deinen Kenntnisstand aufzuführen. Deine aufgeführten Hobbys sagen etwas über deine Soft Skills aus, wie zum Beispiel Teamfähigkeit oder Kommunikationsfähigkeit.

Beispiel:

Sprachkenntnisse Deutsch – Muttersprache
Englisch – fließend
Französisch – Grundkenntnisse
Italienisch – Grundkenntnisse
Computerkenntnisse Microsoft Office – sehr gute Kenntnisse
SAP – gute Kenntnisse
Photoshop CS 4 – gute Kenntnisse
Hobbys Fußball spielen beim „Vereinsname“
Reisen
Fotografieren
Trainer der C-Jugendmannschaft „Vereinsname“
Führerschein Klasse B

Datum und Unterschrift

Zum Schluss vervollständigst du deinen Lebenslauf mit dem aktuellen Datum und deiner persönlichen Unterschrift. Das signalisiert dem Personaler, dass du achtsam bist und auch zu deinen Angaben stehst.

Falls du deinen Lebenslauf per Online-Bewerbung versendest, kannst du deine Unterschrift wie beim Anschreiben als Grafik einfügen. Dazu unterschreibst du auf einem weißen Blatt Papier und scannst deine Unterschrift ein. Mithilfe von Bildbearbeitungsprogrammen (zum Beispiel Paint) kannst du deine Unterschrift ausschneiden, als Grafik auf deinem Computer speichern und in den Lebenslauf einfügen. So machst du mit deinen Bewerbungsunterlagen einen guten ersten Eindruck und kommst der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch wieder ein Stückchen näher.


Hesse/Schrader

In Kooperation mit Hesse/Schrader – Büro für Berufsstrategie www.berufsstrategie.de

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