Übersicht der Occupation Dictionary

In Österreich kannst du zwischen 220 Lehrberufen wählen, die sich in gewerbliche, industrielle und dienstleistungsorientierte Lehrberufe gliedern. Um eine Lehre in einem Lehrbetrieb zu beginnen, solltest du die 9-jährige Schulpflicht bereits erfüllt haben. Diese ist eine maßgebende Voraussetzung zur Unterzeichnung deines Lehrvertrags mit deinem Lehrbetrieb. Die Ausbildungsdauer erstreckt sich je nach Lehrberuf von zwei bis zu vier Jahren.

Während deiner Lehrausbildung – auch Lehrlingsausbildung genannt – lernst du die Bereiche und Abteilungen kennen, in denen du verschiedene Aufgaben und Tätigkeiten ausüben wirst. Welche Inhalte für dich als Lehrling von Bedeutung sind, regelt das Berufsausbildungsgesetz (BAG) mit ihren verfassten Ausbildungsordnungen. Ein guter Überblick für dich und auch für deinen Ausbildungsleiter, um alles im Blick zu haben und die prüfungsrelevanten Inhalte auch in der Praxis auszuüben. Während deiner gesamten Lehre erhältst du natürlich auch eine Vergütung, die so genannte Lehrlingsentschädigung. Je nach Beruf und Lehrdauer unterscheidet sich die Höhe deiner Lehrlingsentschädigung. Die verschiedenen Lehrberufe werden in Österreich wie auch in Deutschland in Lehrberufsgruppen unterteilt:

  • Bauwesen
  • Büro, Verwaltung, Organisation
  • Chemie
  • Druck, Foto, Grafik, Papierverarbeitung
  • Elektrotechnik, Elektronik
  • Gastronomie
  • Gesundheit und Körperpflege
  • Handel
  • Holz, Glas, Kunststoff, Ton
  • Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Lebens- und Genussmittel
  • Metalltechnik und Maschinenbau
  • Musikinstrumentenerzeugung
  • Textil, Mode, Leder
  • Tiere und Pflanzen
  • Transport und Lager

In der Berufsschule, oder auch berufsbildende Pflichtschule genannt, werden dir die grundlegenden theoretischen Kenntnisse vermittelt. Neben den allgemeinen Schulfächern hast du auch fachlich bezogene Fächer auf deinem Stundenplan stehen. Sie ergänzen die praktischen Phasen in den Lehrlingsbetrieben und führen dazu, dass du sowohl theoretische als auch praktische Kenntnisse aufweisen kannst.

Die Anmeldung für die Berufsschule wird von deinem Lehrbetrieb übernommen und kann somit auch nicht von dir selbst bestimmt werden. Je nach Lehrberuf findet der Unterricht in zwei verschiedenen Organisationsformen statt: ganzjährig oder lehrgangsmäßig. Bei einer ganzjährigen Organisationsform besuchst du die berufsbildende Pflichtschule mindestens an einem vollen Schultag oder mindestens zwei Schultagen. Die Regelungen werden in Absprache mit dem Lehrbetrieb, der Schule und der Wirtschaft getroffen. Bei einer lehrgangsmäßigen Unterrichtsform findet der Unterricht als Blockunterricht statt, der an mindestens acht Wochen hindurch oder saisonmäßig (auf eine bestimmte Jahreszeit) absolviert werden muss. Während dieser Zeit findet keine praktische Phase in deinem Lehrbetrieb statt und du konzentrierst dich auf die Schule und schreibst am Ende des Blockunterrichts deine Klausuren.

Am Ende deiner Lehre findet die Lehrabschlussprüfung statt, die bei Erreichung des Unterrichtsziels der letzten Klasse der Berufsschule nur aus einem Praxisteil besteht. Konkrete Inhalte deiner Abschlussprüfung kannst du deiner Ausbildungsordnung entnehmen.

Parallel zum Abschluss deiner Lehre hast du auch die Möglichkeit einen Zugang zu einem Studium an einer Universität zu erhalten, sofern du noch nicht die Matura als Schulabschluss vorweisen kannst. Hierzu musst du eine zusätzliche Berufsreifeprüfung ablegen, die aus den vier Teilprüfungen Deutsch, Mathematik, Lebende Fremdsprache und einem Fachbereich besteht.


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