Wie werde ich Produktveredler - Textil?

Bist du

  • teamfähig?
  • interessiert an Physik und Chemie?
  • technisch und handwerklich geschickt?
  • verantwortungsbewusst?
  • präzise und sorgfältig?
  • selbstständig?

    Wie wäre es dann mit einer Ausbildung zum Produktveredler Textil?

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Schulische Voraussetzung

Darüber hinaus ist in der Regel ein Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife Voraussetzung für eine Ausbildung zum Produktveredler Textil.

Course of education

Duale Ausbildung

Recommended graduation

Hauptschulabschluss

Training period

3 year(s)

Was macht ein Produktveredler - Textil?

Damit die Gardinen das richtige Muster, die Regenjacke die richtige Beschichtung und der Pullover die richtige Farbe bekommen, braucht es Menschen wie dich: Produktveredler für Textilien!

Vom einfachen Stoff zum fertigen Produkt

Nachdem Fasern und Garne zu Stoffbahnen verarbeitet worden sind, bist du an der Reihe, den Textilien ihren letzten Schliff zu verleihen. Dazu sind einige Arbeitsschritte notwendig. Je nach gewünschtem Produkt mischst du verschiedene Veredlungsmittel und steuerst die Veredlungsmaschinen.

So könnte in etwa der Prozess vom einfachen Stoff aus der Textilproduktion bis hin zum veredelten Produkt aussehen:

Schritt 1:

Auf dem Dämpftisch wird die Stoffbahn geglättet und auf die gewünschten Maße gebracht.

Schritt 2:

Nun mischst du, je nachdem welche Art von Veredlung gewünscht ist, Farblösungen, Druckpasten, Beschichtungsmittel oder Appreturmittel nach Rezept zusammen. „Appretur“ bezeichnet die Behandlung von Textilien mit Chemikalien. So kann ein Stoff zum Beispiel aufgeraut werden, weich gemacht werden, geglättet werden oder eine wasserabweisende oder flammhemmende Oberfläche bekommen.

Schritt 3:

Wenn du die Mischungen angesetzt hast, führst du sie nun in die Maschine ein, die du für die Veredlung benötigst. Das kann zum Beispiel eine HT-Maschine sein, in der du eine Wasserfarblösung unter Druck einführst. In der Maschine wird sie erhitzt und durch das Innere der Textilrolle nach außen gedrückt. Das hat zur Folge, dass der Stoff gleichmäßig durchgefärbt wird. Damit die Maschine auch weiß, was sie zu tun hat, wählst du das Programm an der Bedienoberfläche aus.

Schritt 4:

Während die Maschine oder Anlage arbeitet, überprüfst du immer wieder die Qualität des Produktes. Dazu nimmst du zum Beispiel Proben aus der Farbflotte (flüssiger Farbstoff).

Schritt 5:

Auf einem Spannrahmen wird der Stoff mit erhitzter Luft getrocknet und der Farbstoff wird fixiert.

Qualitätskontrolle

Damit der Pullover weinrot wird, die Gardinen ein Blumenmuster bekommen und die Regenjacke auch wirklich eine Wassersäule von 10.000mm aufweist, musst du gewährleisten, dass die Veredlungsprozesse genauso ablaufen wie in der Planungsskizze festgehalten. Ob die Zusammensetzung von Farblösungen stimmt, kannst du ganz einfach am PC überprüfen. Während des Färbeprozesses in der Maschine, zum Beispiel in der Strang- oder Baumfärberei, entnimmst du immer wieder Proben, um zu sehen, ob das Produkt auch wirklich die gewünschte Farbe bekommt. Bei komplizierteren Überprüfungen, wie zum Beispiel, ob ein Stoff die gewünschte Dichte erreicht hat oder ob er wirklich wasserabweisend oder flammhemmend ist, werden Messgeräte aus dem Labor hinzugezogen. Die Prüfergebnisse dokumentierst du immer sorgfältig und genau, damit du und auch deine Kollegen zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen können, welche Qualitätskriterien ein Produkt erfüllt und welche noch nicht.

Inhalte der Ausbildung

Damit du optimal auf den Job des Produktveredlers Textil vorbereitet bist, durchläufst du eine duale Ausbildung, bei der du den einen Teil in der Berufsschule und den anderen im Ausbildungsbetrieb verbringst.

Schulische Ausbildungsinhalte

In der Schule lernst du die unterschiedlichen Textilstoffe kennen, die es gibt. Außerdem wirst du in der Theorie bereits den verschiedenen Veredlungsmaschinen begegnen, wie zum Beispiel HT-Bäumen und Dämpftischen. Physikalische Größen wie Dichte, Temperatur und Druck kennst du bestimmt schon aus der Schule. In der Berufsschule werden sie nun allerdings erst richtig wichtig, denn du benötigst sie, um zum Beispiel Einstellungen an den Veredlungsmaschinen vorzunehmen oder die Qualität der Produkte zu prüfen. Auch Chemie ist ein wichtiges Unterrichtsfach. Du lernst dort, welche Chemikalien sich für welche Art von Appretur, also für welche Funktionsbeschichtung eignen und wie sie dosiert werden müssen. Bei der Rezepturberechnung für Farblösungen und Beschichtungsmassen hilft dir die Mathematik! Außerdem wirst du dich mit Umweltschutz beschäftigen: Welche Textilfarben sind umweltschonend und hautfreundlich? Wie entsorgt man Abwässer eigentlich fachgerecht?

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Die Theorie aus der Berufsschule gibt dir eine gute Grundlage für deinen Beruf. Doch was wäre Theorie ohne Praxis? Im Ausbildungsbetrieb arbeitest du zum größten Teil selbstständig – erst unter Anleitung, später dann auch ohne. Von deinen erfahrenen Kollegen erhältst du wertvolle Tipps für die Praxis und kannst dir einige Handgriffe abschauen. Neben der Veredlungsabteilung lernst du auch andere Abteilungen deines Betriebs kennen, wie zum Beispiel die Stickerei, Wirkerei oder das Labor. So bekommst du einen ganzheitlichen Überblick über die Textilproduktion. Du lernst, Maschinen und Anlagen zu bedienen, zu säubern und zu warten – also zum Beispiel Veredlungsmittel wie Farbmittel oder Chemikalien nachzufüllen. Außerdem wir dir vermittelt, worauf es bei der Qualitätskontrolle ankommt.

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