Medizinische Fachangestellte bei der Arbeit ©Ahrens+Steinbach Projekte

Ausbildung
Medizinischer Fachangestellter (m/w/d)

Course of education
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Training period
3 year(s)

Medizinische Fachangestellte sind „die rechte Hand“ der Ärzte und die wichtigsten Ansprechpartner der Patienten, sowie Meister der Organisation und Verwaltung in einer Praxis.

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Was macht ein Medizinischer Fachangestellter ?

Deine Aufgaben als Medizinischer Fachangestellter auf einen Blick

Assistenz: Unterstützen bei der Dokumentation von Diagnosen, assistieren bei ärztlicher Therapie (Anlegen eines Verbandes, Blutabnahmen etc.), verantwortlich für Hygienemaßnahmen und Vorbereitung von medizinischen Instrumenten, Durchführung von Laborarbeiten
Betreuung und Beratung: Ansprechpartnerin bei Beschwerden, Patientenbetreuung- und Beratung bei Anliegen, Fragen der Patienten beantworten
Organisation und Verwaltung: Patienten empfangen, Termine planen und koordinieren, Sprechstunden organisieren, Behandlungsräume vorbereiten, Überweisungen und Rezepte ausstellen sowie Rechnungen, Atteste und Ärztebriefe verfassen


Deine Aufgaben als Medizinische Fachangestellte im Detail

Assistenz

Deine Ausbildung zum MFA ist sehr vielseitig. Beispielsweise dokumentierst du als Assistent des Arztes Diagnosen und kodierst sie in die einheitliche medizinische Kodiersprache. So ist gewährleistet, dass auch andere Ärzte oder Psychologen die Diagnosen auf den ersten Blick erfassen können. Für dich, als medizinisches Personal, gilt hier die ärztliche Schweigepflicht. Viele Maßnahmen führst du eigenständig durch, wie zum Beispiel Verbände anlegen und Blut abnehmen. Für die Vorbereitung der nächsten Behandlung sterilisierst und desinfizierst du die medizinischen Instrumente. Auf ärztliche Anweisung führst du Untersuchungen und Messungen wie EKG, Röntgen oder eine Endoskopie durch.

Betreuung und Beratung

In diesem Beruf bist du die erste Ansprechpartnerin der Patienten. Das fängt am Telefon an, wenn du dir ihre Beschwerden genau anhörst und mit ihnen einen Termin vereinbarst. Beim Empfang nimmst du die Daten auf oder legst eine neue Patientenakte an. Dabei hilft dir der PC und die Praxissoftware, die in deinem Betrieb verwendet wird. Du beantwortest Fragen zur Behandlung und informierst sie über Vor- und Nachsorgemaßnahmen. Wenn nötig, leistest du Erste Hilfe.

Organisation und Verwaltung

Ohne dich läuft in einer Arztpraxis nichts. Du organisierst den ganzen Ablauf, vergibst Termine, nimmst Rezeptbestellungen entgegen und planst gegebenenfalls Notfälle ein. Du führst die elektronischen Patientenakten ordnungsgemäß und rechnest alle Leistungen mit den Krankenkassen oder den Privatpatienten ab. Auch Überweisungen an Fachärzte und Kliniken müssen geschrieben, Atteste vorbereitet und Arztbriefe formuliert werden. Außerdem erstellst du Rezepte. Wenn deine Praxis eine Homepage betreibt, kümmerst du dich um die Pflege und sorgst dafür, dass die Informationen immer auf dem neuesten Stand sind. In einer Klinik bist du darüber hinaus zuständig für die Organisation von Kongressen, die Planung von Lehrveranstaltungen und die Kostenabrechnung. Eine interessante und abwechslungsreiche Ausbildung, oder?

Inhalte der Ausbildung


Schulische Ausbildungsinhalte

In der Berufsschule erwarten Auszubildende zum medizinischen Fachangestellten unter anderem folgenden Fächer:

  • Grundlagen des Gesundheitswesens
  • Maßnahmen der Praxishygiene
  • Grundlagen der Warenbeschaffung
  • Biologie
  • Chemie
  • Mathematik
  • Deutsch

Bevor du die Tätigkeit als medizinische Fachangestellte im Betrieb professionell ausführen kannst, brauchst du gewisse Grundlagen, die du in der Berufsschule erlernst. Der Unterricht findet entweder an ein oder zwei Tagen in der Woche statt, oder aber du hast Unterricht im Block. Am Anfang lernst du die wichtigsten Tätigkeiten kennen, wie zum Beispiel wie du Patienten empfängst, Praxisabläufe im Team organisierst, Grundlagen des Gesundheitswesens, die wichtigsten Maßnahmen der Praxishygiene und Grundlagen zur Warenbeschaffung. 
Biologie ist ein wichtiges Unterrichtsfach, da es dir die biologischen und medizinischen Zusammenhänge deines Berufes vermittelt. In Chemie lernen Auszubildende die Arbeit im Labor kennen, wohingegen Mathematik bei den Quartalsabrechnungen hilft. In Deutsch verbesserst du deinen Ausdruck und Rechtschreibfähigkeiten, die dir dabei helfen, Ärztebriefe zu schreiben und beispielweise Versicherungen abzuwickeln. 

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb lernst du zunächst diverse Aufgaben kennen, die du im Behandlungsraum anwendest. In der Ausbildung lernst du, wie man Verbände richtig anlegt, wie man Wärme- oder Kälteanwendungen durchführt, wie das EKG-Gerät bedient wird und wie man im Röntgen ordnungsgemäß arbeitet. Dabei stehen der Schutz und die Gesundheit von dir und deinen Patienten an erster Stelle. Deshalb lernst du auch sofort alle wichtigen Hygienevorschriften kennen, zum Beispiel wie man Geräte und Instrumente richtig sterilisiert. Auch das organisatorische Aufgabenspektrum ist in den betrieblichen Inhalten der Ausbildung zum medizinischen Fachangestellten abgedeckt. Du lernst die Organisation eines Betriebes kennen, Maßnahmen des Qualitätsmanagements, erfährst wie man Impfstoffe richtig lagert, wie Labordaten und Untersuchungsergebnisse ausgewertet werden und wie man Patienten informiert (z.B. zu Themen der Diagnostik, Weiterbehandlung oder Abrechnung und Kosten).

Besonderheiten


Am Ende der Ausbildung zum MFA steht die Abschlussprüfung an. Sie besteht aus einem schriftlichen Teil, indem du zeigst, dass du die theoretischen Grundlagen aus der Berufsschule draufhast, und einem praktischen Teil, bei dem du den Prüfern zeigen kannst, dass du den Berufsalltag ohne Probleme meisterst.


Wie werde ich Medizinischer Fachangestellter ?


Du...

  • bist freundlich und höflich? 
  • bist zuverlässig? 
  • bist einfühlsam? 
  • kannst mit dem Anblick von Blut, Verletzungen oder Körperausscheidungen gut umgehen? 
  • arbeitest sorgfältig und präzise (z.B. bei der Arbeit mit kleinen Instrumenten und im Umgang mit Medikamenten) 
  • störst dich nicht an engem Körperkontakt mit Patienten? 
  • bist bereit, auch nachts oder an Wochenenden zu arbeiten (nur bei Not- und Bereitschaftsdienst)? 
  • kannst mit emotional belastenden Situationen umgehen (insbesondere bei einer Tätigkeit in Klinikinstituten)? 
  • kannst sehr genau beobachten und logische Schlüsse ziehen (wichtig bei Diagnosen)? 
  • kannst gut planen und organisieren? 
  • kannst dich sowohl mündlich als auch schriftlich gut ausdrücken (wichtig für Krankheitsberichte und Arztbriefe sowie im Umgang mit Patienten)? 
  • arbeitest eigenständig und verantwortungsvoll? 
  • bist teamfähig? 

Zudem verfügst du über einen mittleren Bildungsabschluss, also der Mittleren Reife oder einem vergleichbaren Abschluss, oder aber einem Hauptschulabschluss mit guten Noten? Dann solltest du dir einen freien Ausbildungsplatz suchen, deine Bewerbung verfassen und abschicken! 



Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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