Wie werde ich Maurer?

Es gibt natürlich nicht DEN Azubi als Maurer, aber man kann schon sagen, dass du über bestimmte Eigenschaften verfügen solltest, die dir den Einstieg in die Ausbildung und den Beruf leichter machen.

Diese sind zum Beispiel:

  • Gute Kenntnisse in Mathematik
  • Sportlich und gesundheitlich fit
  • Motivation zum Anpacken
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Sorgfältiges und genaues Arbeiten
  • Spaß an der Arbeit im Freien
  • Teamfähigkeit
  • Stolz, wenn man etwas gemeinsam erbaut hat
  • Pünktlich wie ein Maurer (...versteht sich ja von selbst!)

Wenn du außerdem mindestens einen Hauptschulabschluss hast, steht deiner Maurer-Karriere nichts mehr im Weg!

Noch unsicher? Dann teste doch deine persönlichen Vorlieben im Berufscheck!

Course of education

Duale Ausbildung

Recommended graduation

Hauptschulabschluss

Training period

3 year(s)

Was macht ein Maurer?

Die Aufgaben eines Maurers auf einen Blick 

  • Planung: Überprüfung und Auswertung von Bauplänen; Abstimmung von Arbeitsschritten; Organisation der benötigten Werkzeuge und Baumaterialien. 
  • Auf dem Bau: Betonieren des Fundaments; Mauern der Außen- und Innenwände; Berechnung der Schichthöhe; Verputzen der gemauerten Wände; Einbau von Dämm- und Isoliermaterialien.
  • Sicherheit: Organisation von Bauzäunen und Absperrungen; Unterstützung bei der Einrichtung von Straßenumleitungen; Absicherung von Gefahrenstellen auf der Baustelle; Genaue Einhaltung der Bau- und Sicherheitspläne.
  • Sanierung: Tätigkeiten in alten, heruntergekommenen Gebäuden; Feststellung von Bauschäden und gezielte Ausbesserung; Abbruch- und Abrissarbeiten; Errichtung neuer Innenwände.


Die Aufgaben eines Maurers im Detail

Bei Wind und Wetter, strahlendem Sonnenschein und auch bei Hitze arbeiten Maurer auf dem Bau. Das Maurerhandwerk ist noch immer ein Knochenjob, für den es sich lohnt, eine Ausbildung mit täglich körperlicher Tätigkeit zu absolvieren. Allerdings sind in keinem anderen Beruf der Stolz und die Zufriedenheit so groß, wenn du das fertige Bauwerk vor dir hast und die Arbeit geschafft ist!

Planung

Mörtel, Klinker, Ziegel, Holz, Stahl, Beton – zwischen diesen Baumaterialien fühlst du dich wohl. Bevor es losgehen kann, werden die Baupläne studiert und ausgewertet. Dazu setzt du dich auch mit anderen Handwerkern zusammen, damit ihr die Arbeitsschritte aufeinander abstimmen könnt. Nun werden die Baumaterialien angefordert, die Geräte und Maschinen besorgt und zur Baustelle gebracht. Die muss natürlich erst mal eingerichtet und abgesichert werden. 

Auf dem Bau

Nach der Planung geht es los. Zuerst wird das Fundament betoniert, erst dann kann es mit den Außen- und Innenwänden weitergehen. Die werden gemauert oder betoniert. Für den Beton fertigst du Schalungen aus Holz und Stahl an. Schalungen sind Gussformen. Sie werden mit Frischbeton gefüllt und können nach dem Erhärten wieder entfernt werden. Wenn eine Wand gemauert wird, berechnest du zunächst die Schichthöhe, schichtest dann die Steine (Klinker, Ziegel, Kalksandstein oder andere) und benutzt Mörtel zur Befestigung der einzelnen Schichten. Vergiss nicht, dass in manche Wände Fensterstürze eingebaut werden müssen. Auch wenn ein Schornstein angebracht werden soll, sind du und dein Team dafür zuständig. Zum Schluss kommt die gute alte Maurerkelle zum Verputzen zum Einsatz. Auch Dämm- und Isoliermaterialien baust du mit ein. Schließlich steht Energiesparen ganz oben auf der Prioritätenliste für den Hausbau. Wasserwaage und Lot sind deine ständigen Begleiter, um deine Arbeit zu kontrollieren. Bevor der Mörtel trocknet, können noch Änderungen an der Mauer vorgenommen werden, zum Beispiel, wenn Steine schief sind oder aus der Mauer hervorstehen. Die Mauerhöhe misst du mithilfe von moderner Lasertechnik. 

Sicherheit

Bei allem was du tust stehen deine Sicherheit, die Sicherheit deines Teams und die Sicherheit und Gesundheit der Menschen, die später das Haus beziehen werden, im Vordergrund. Bevor dein Job beginnt, muss die Baustelle unbedingt hinreichend abgesichert werden. Dazu verwendest du Bauzäune und Absperrungen. Eventuell muss sogar die Straße umgeleitet werden. Wenn Baugruben ausgegraben werden, achtest du darauf, dass sie gekennzeichnet und durch Bauzäune abgesichert werden, sodass niemand hineinfallen kann. Außerdem beachtest du die Gesetze der Statik. Wenn die Baugrube oder ein Graben rund um das Haus zu nah am Fundament des Hauses liegt, besteht Einsturzgefahr. Du musst dich also unbedingt an die vorgegebenen Maße in den Plänen halten. 

Sanierung

Der Bau von neuen Gebäuden macht sicherlich am meisten Spaß, denn du erschaffst etwas von Grund auf neu und kannst deine Fortschritte genau nachvollziehen. Im Handwerk bist du jedoch auch für die Sanierung älterer Gebäude zuständig. Auch das ist etwas Schönes, denn du sorgst dafür, dass alte Gebäude in neuem Glanz erstrahlen. Hierzu werden erst einmal Bauschäden festgestellt, dann ausgebessert. Der Putz bröckelt von der Wand, die Außenwände müssen begradigt werden und es haben sich einige Klinker gelöst. Kein Problem – du und dein Team seid schon zur Stelle! Und wenn sich rein gar nichts mehr machen lässt, seid ihr auch für die Abbruch- und Abrissarbeiten verantwortlich. Auch hier ist natürlich oberste Vorsicht geboten.

Gut zu wissen...
  • Der Kölner Dom wurde 1880 nach mehr als 632 Jahren fertiggestellt und zählt seitdem neben der Chinesischen Mauer zu den Bauwerken mit rekordverdächtiger Bauzeit.
  • Seit dem 14. Jahrhundert, also seit mehr als 600 Jahren, wird anlässlich eines Neubaus ein Richtfest zelebriert. Die Feier beginnt, wenn die Grundmauern stehen und der Dachstuhl mit dem traditionellen Einschlagen des letzten Nagels durch den Bauherrn fertiggestellt ist.
  • Der Schiefe Turm von Pisa verdankt seine Schräglage dem weichen, lehmigen Untergrund, auf dem er gebaut wurde. Schon nach dem Bau weniger Stockwerke begann er bereits, sich zu neigen.

Inhalte der Ausbildung

Hast du einen Ausbildungsplatz bei einem Betrieb ergattert, gehört während deiner Ausbildungsjahre natürlich auch der Besuch einer Berufsschule zu deinen Aufgaben. In der Berufsschule erfährst du hauptsächlich, was ein Maurer können und wissen muss, natürlich eher auf theoretischer Basis.

Schulische Ausbildungsinhalte

Wichtige Inhalte in der Ausbildung sind zum Beispiel:

  • Mathematik
  • Physik
  • Werken/Technik
  • Arbeitsschutz- und Sicherheit

Wenn bisher Mathe nicht gerade dein Freund war, dann ist es jetzt an der Zeit für einen Sinneswandel. Mathe ist für einen angehenden Maurer nämlich unverzichtbar. Genau wie Technik, denn dort lernst du, mit Maschinen und Werkzeugen umzugehen, Skizzen zu lesen und selbst anzufertigen. Auch Physik wirst du benötigen, um die Wirkung von Kräften zu erforschen, zum Beispiel bei Hebeln. Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit spielen eine wichtige Rolle in deinem Beruf. Auch dazu lernst du etwas in der Berufsschule. 


Betriebliche Ausbildungsinhalte

Bevor du im Ausbildungsbetrieb anfängst, ganze Häuser zu bauen, musst du natürlich Vieles lernen. Erst einmal lernst du die Werkzeuge, Baugeräte und Baumaschinen, die in deinem Betrieb verwendet werden, kennen und du lernst, sie zu bedienen. Stein, Mörtel und Beton werden dir Tag für Tag begegnen und du erfährst, wie man zum Beispiel Schalungen und Bewehrungen zur Verstärkung von Beton, zum Beispiel durch Stahl, anfertigt. Wände, Ecken, Pfeiler, Schornsteine und Treppen wirst du schon bald errichten können und merke dir dabei immer: Übung macht den Meister.

Ablauf der Ausbildung

Nach dem zweiten Ausbildungsjahr in deiner Ausbildung zum Maurer erreichst du bereits den Berufsabschluss des Hochbaufacharbeiters

Italien (Südtirol) 

In Italien dauert die Ausbildung vier Jahre, statt wie in Deutschland drei Jahre.

Wie gut passt der Beruf Maurer zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Maurer genau der richtige für dich.

Wenn du nicht in der Höhe arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Teamfähigkeit
  • Arbeitsgenauigkeit
  • Handwerkliches Geschick
Maurer-Quiz
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