Wie werde ich Kaufmann für Versicherungen und Finanzen?

Wenn du

  • keine Angst vor vielen Zahlen hast
  • ein Talent dafür hast, mit Zahlen, Daten und Fakten zu jonglieren
  • die Fähigkeit hast, dich mündlich und schriftlich auszudrücken
  • sorgfältig und ordentlich arbeitest
  • gut organisiert bist
  • eine sympathische Ausstrahlung hast
  • gut verhandeln und überzeugen kannst,

bist du in der Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen gut aufgehoben!

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Schulische Voraussetzung

Darüber hinaus benötigst du mindestens einen mittleren Bildungsabschluss, oder aber die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife.

Course of education

Duale Ausbildung

Recommended graduation

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Training period

3 year(s)

Sicher. Richtig. Spannend: Ausbildung bei der SV SparkassenVersicherung
Was macht ein/e Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen? Ecclesia

Was macht ein Kaufmann für Versicherungen und Finanzen?

Als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen wirst du es mit den beiden großen Schwerpunkten Kundenberatung und Vertragsbearbeitung und –verwaltung zu tun haben. In der Ausbildung durchläufst du einmal alle Abteilungen. In den ersten beiden Jahren wirst du außerdem beide Fachrichtungen - Versicherung und Finanzberatung - kennenlernen. Erst im dritten Jahr spezialisierst du dich auf eine von ihnen. Außerdem wirst du in der Regel auch nur einen Bereich – Kundenberatung im Außendienst oder Vertragsbearbeitung im Innendienst – übernehmen. Diese Entscheidung musst du aber selbstverständlich nicht schon jetzt treffen.

Um genaue Informationen zu deinen Tätigkeiten als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen zu bekommen, schaue unter den einzelnen Fachrichtungen nach!

Inhalte der Ausbildung

Da die Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen als duale Ausbildung stattfindet, wirst du den einen Teil an einer Berufsschule und den anderen in deinem Ausbildungsbetrieb verbringen.

Schulische Ausbildungsinhalte

In den ersten beiden Jahren bekommst du in der Berufsschule die theoretischen Grundlagen dieses Berufs vermittelt. Dazu gehören sowohl Informationen zu Versicherungsverträgen, wie zum Beispiel Haftpflichtversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen, Unfallversicherungen usw. als auch Grundlagen der Finanzwirtschaft. Auch die Kundenberatung wird schon früh ein Thema sein. Mathematik ist eines der Fächer, die du für deinen Beruf benötigen wirst, da du später Vertragskonditionen exakt berechnen musst. In dem Fach Wirtschaft erwirbst du Kenntnisse über das betriebliche Rechnungswesen und lernst Wichtiges zur Finanzwirtschaft. Deutsch hilft dir dabei, Schriftverkehr und Beratungsgespräche mit Kunden zu führen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb kannst du gelernte Inhalte gleich in der Praxis anwenden. Du wirst schon früh den Kundenkontakt üben, denn nur so lernst du wie es funktioniert. Übung macht den Meister! Du wirst in den beiden ersten Jahren alle Bereiche deines Unternehmens durchlaufen und bekommst du sowohl Einblicke in die Finanzberatung als auch in die Versicherungsbranche, insofern dein Ausbildungsbetrieb beide Fachrichtungen abdeckt.

Ablauf der Ausbildung

Solltest du dich für eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen entscheiden, musst du im dritten Ausbildungsjahr gleich noch eine Entscheidung treffen. Es gibt nämlich zwei verschiedene Fachrichtungen in diesem Beruf:

Fachrichtungen

Kaufleute für Versicherungen und Finanzen der Fachrichtung Versicherung beraten private Kunden und Unternehmen in Versicherungsfragen. Sie empfehlen passende Versicherungsprodukte, erstellen Angebote und arbeiten Verträge aus. Des Weiteren bearbeiten sie Schadens- und Leistungsfälle.

Was macht ein Kaufmann für Versicherungen und Finanzen Fachrichtung Versicherung?

Als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen der Fachrichtung Versicherung bist du der Profi in allen Angelegenheiten deiner Kunden. Das allerwichtigste ist, dass du in der Beratung Kompetenz und Überzeugung ausstrahlst. Während deine Kunden meist keinen Überblick mehr über die vielen verschiedenen Versicherungen und deren Vertragskonditionen haben, bleibst du ganz cool, denn du weißt Bescheid!

Außendienst

Als Außendienstmitarbeiter berätst du die Kunden direkt vor Ort. Das heißt, dass du Unternehmen und auch Privatleute besuchst. Bevor es dazu kommt, wertest du Kundendatenbanken auf und notierst wichtige Daten und Adressen. Am besten vorbereitet bist du, wenn du schon zuvor Kontakt mit deinen Kunden aufnimmst und genau ihre Wünsche, Bedenken, Fragen usw. kennst. Vor Ort kannst du ihnen dann direkt die individuell passenden Versicherungsprodukte vorstellen. Am Laptop oder auf dem Papier zeigst du ihnen verschiedene Angebote auf und rechnest Alternativen vor. Egal ob Lebens- oder Unfallversicherung, private Rentenversicherung oder Hausratsversicherung – du beantwortest geduldig alle Fragen, gehst auf die Wünsche des Kunden ein und berücksichtigst seine individuellen Bedürfnisse. Weil du dir natürlich nicht alles merken kannst, ist es sehr wichtig, dass alle Beratungs- und Verkaufsgespräche dokumentiert werden, sodass du auch beim nächsten Besuch wieder alle Informationen parat hast und nicht jedes Mal alles erneut erfragen musst. Auch das Begutachten von Schäden gehört in deinen Aufgabenbereich. Du kennst die Auflagen deiner Versicherung und bist gefragt, wenn es darum geht, ob sie in bestimmten Situationen zahlt. Die Informationen leitest du an den Innendienst weiter, genauso wie Versicherungsverträge, die du mit Kunden abschließt.

Innendienst

Als Mitarbeiter im Innendienst bearbeitest und verwaltest du die Vertragsabschlüsse. Du kalkulierst jeweils die Risiken für die Versicherungsgesellschaft und errechnest die Versicherungsprämie der Kunden. Das ist der Betrag, den der Kunde zahlen muss und den die Versicherungsgesellschaft somit als Gegenleistung für den Versicherungsschutz erhält. Zum Abschluss erstellst du den Versicherungsschein, den der Kunde als Beleg für den Vertragsabschluss bekommt. Sollten sich die Risiken während der Versicherungslaufzeit ändern, stellst du gegebenenfalls einen Nachtrag zum Versicherungsschein aus und passt die Prämie dementsprechend an. Wenn Schadenmeldungen eingehen, prüfst du sie und organisierst, zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall, einen Abschleppdienst und benachrichtigst die Polizei zur Aufnahme des Schadens. Im Fall eines Einbruchs beauftragst du Gutachter, die zum Beispiel prüfen, ob die Fenster und Türen auch richtig verriegelt waren. Wenn nicht, sieht es schlecht aus für den Versicherten, denn dann zahlt die Versicherung keinen Schadensersatz. Es ist daher wichtig, die Schuldfragen genau zu klären und die jeweiligen Entschädigungsleistungen je nach Zuständigkeit exakt zu berechnen. Eventuell nimmst du dazu mit anderen teilnehmenden Versicherungen oder auch Anwälten, Behörden oder der Polizei Kontakt auf. Wenn der Schaden und die Konditionen in das Spektrum des ausgehandelten Versicherungsvertrags fallen, leistest du die jeweiligen Zahlungen an den Versicherten. Auch die Zahlungseingänge der Versicherungsprämien werden von dir überwacht.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Zu den allgemeinen Inhalten der Fachrichtung Versicherung gehören Grundlagen der Versicherungsverträge, wie zum Beispiel Hausratsversicherungen oder Haftpflichtversicherungen, Absicherungsmöglichkeiten im Krankheits- und Pflegefall und Lebens- und Unfallversicherungen. Auch die Kundenberatung gehört zu deinen Ausbildungsinhalten, denn sie bildet die Basis deiner späteren Tätigkeit. Du lernst die vielen verschiedenen Versicherungstypen kennen sowie gesamtwirtschaftliche Einflüsse auf den Versicherungsmarkt. Außerdem beschäftigst du dich mit Schaden- und Leistungsmanagement. Welche Schäden werden in welcher Versicherung unter welchen Konditionen abgedeckt? Welche Leistungen können Versicherte unter welchen Bedingungen beziehen? Das wirst du bald beantworten können. Das Fach Mathematik hilft dir, die Vertragskonditionen exakt zu berechnen. In Wirtschaft lernst du, wie Verträge erstellt und geprüft werden, außerdem erwirbst du wichtige Rechtsgrundlagen und Kenntnisse über das betriebliche Rechnungswesen. Deutsch wird dir helfen, den Schriftverkehr mit Kunden abzuwickeln und in Beratungsgesprächen zu glänzen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Erst im dritten Jahr, wenn du dich auf den Schwerpunkt Versicherung konzentrierst, wirst du dich ausschließlich mit der Schadens- und Leistungsbearbeitung von Versicherten auseinandersetzen, Beratungsgespräche zu Versicherungsprodukten führen und Versicherungsverträge abschließen. Je nach Wahlqualifikationseinheiten, für die du dich entschieden hast, lernst du auch die Bereiche Marketing, Steuerung und Verkaufsförderung kennen.

Kaufleute für Versicherungen und Finanzen Fachrichtung Finanzberatung beraten Kunden zu Geldanlagen, Altersvorsorge und Immobilienfinanzierung. Sie erstellen passgenaue Angebote und schließen Verträge ab.

Was macht ein Kaufmann für Versicherungen und Finanzen Fachrichtung Finanzberatung?

Als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen in der Fachrichtung Finanzberatung bist du Experte für alle Finanzprodukte, die in deinem Unternehmen angeboten und verkauft werden. Du bist erster Ansprechpartner deiner Kunden und berätst sowohl Bestandskunden als auch Neukunden, die du von den Produkten überzeugen möchtest. Dabei ist es ganz wichtig, ein besonderes Gespür für die Wünsche und Vorstellungen der Kunden zu entwickeln. Gerade im Bereich Finanzen spielt die Risikobereitschaft in der Auswahl der Produkte eine große Rolle.

Außendienst

Als Finanzberater im Außendienst bist du viel mit dem Auto unterwegs. Hast du die Adressen und alle erforderlichen Daten des Kunden beschafft und eventuell auch schon Kontakt per E-Mail oder Telefon aufgenommen, machst du dich auf den Weg zu ihm. Du fährst natürlich nicht unvorbereitet zum Kunden, sondern hast bereits Finanzierungsprodukte, die in Frage kommen, ausgewählt und dir einen ungefähren Gesprächsverlauf überlegt. Was könnte den Kunden interessieren? Welche Rückfragen könnte er stellen? Welche Bedenken könnte er haben und wie könntest du diese Bedenken aus dem Weg räumen oder welche Alternativen könntest du ihm aufzeigen? Es ist wichtig, dass du genau heraushörst, welche Optionen für deinen Kunden interessant sind und ihm nur die Angebote machst, die auch wirklich für ihn in Frage kommen. Anhand einer Berechnungssoftware auf deinem Laptop kannst du ihm die konkreten Angebote zeigen, Beiträge und Raten berechnen und Alternativen vorschlagen. Die vielen Angebote im Finanzdienstleistungssektor sind für den Verbraucher oft ein großes Fragezeichen. Deshalb ist es wichtig, dass du den Überblick behältst und dem Kunden alles verständlich erklären kannst. Du berätst nicht nur Privatkunden, sondern auch Unternehmen. Hier sind natürlich größere Summen im Spiel. Wenn es um die Erweiterung von Geschäftsaktivitäten oder größere Investitionen geht, werden Finanzberater zu Rate gezogen. Auch die Implementierung von betrieblicher Altersvorsorge oder die Anlage des Betriebsvermögens sind wichtige Themenschwerpunkte deiner Beratung. Idealerweise folgt auf ein Beratungsgespräch ein Vertragsabschluss. Ist dieser abgeschlossen, ist deine Arbeit getan und weiter geht es im Innendienst.

Innendienst

Als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen im Innendienst verwaltest du die Vertragsabschlüsse deiner Kollegen im Außendienst. Du überprüfst sie zunächst auf Vollständigkeit und korrigierst gegebenenfalls Eingaben. Wenn sich die Vertragsbedingungen ändern, ist es deine Aufgabe, Verträge zu überarbeiten und Änderungen durchzuführen. Zu deinem Aufgabengebiet gehören auch kaufmännische Aufgaben wie die Zielgruppenanalyse, der Jahresabschluss deines Unternehmens und die Ausarbeitung von Statistiken. Du wirkst auch an der Erarbeitung von Marketingstrategien mit. An oberster Stelle steht, dass du wie deine Kollegen im Außendienst immer auf dem aktuellsten Stand der Finanzprodukte bist. Vermögensaufbau, Vermögensvermehrung, Vermögenserhaltung – das sind deine Spezialgebiete. Zu den einzelnen Produkten deines Unternehmens wirst du regelmäßig geschult und informiert. Um deinen Außendienst-Kollegen unter die Arme zu greifen, stellst du auch erste Kontakte mit Kunden her, die du dann an den Außendienst weiterleitest.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Einblicke in die Finanzwirtschaft bekommst du bereits in den ersten beiden Ausbildungsjahren. Ab deinem dritten Ausbildungsjahr spezialisierst du dich auf Finanzprodukte und lernst alles über Immobilienfinanzierung, Kapitalanlagen und über die Zusammenhänge von der Gesamtwirtschaft und dem Versicherungsmarkt. Du sollst schließlich später nicht nur die Produkte in und auswendig kennen, sondern auch die wirtschaftlichen Hintergründe verstehen. Deshalb ist das Unterrichtsfach Wirtschaft besonders wichtig in deiner Ausbildung. Außerdem wird dir Mathematik behilflich sein, denn du wirst den ganzen Tag mit Zahlen arbeiten und zum Beispiel Vertragskonditionen exakt berechnen müssen. Deutsch hilft dir beim Schriftverkehr oder im mündlichen Austausch mit Kunden. Es kann auch vorkommen, dass du bei der Formulierung von Verträgen mitarbeitest. Da dürfen dir selbstverständlich keine Rechtschreibfehler unterlaufen.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Betrieb kannst du die erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten direkt in die Praxis umsetzen. Du wirst schnell an den Kontakt mit Kunden herangeführt, denn nur so entwickelst du ein selbstbewusstes Auftreten und kannst direkt erproben, ob du die Produkte deines Betriebs richtig verstanden hast und gut vermitteln kannst. In deinem dritten Ausbildungsjahr konzentrierst du dich dabei nur noch auf Finanzprodukte und entwickelst dich zu einem Finanzexperten.

Wie gut passt der Beruf Kaufmann für Versicherungen und Finanzen zu dir?

Wenn du dich in deinem Beruf gerne schick anziehen möchtest, ist der Beruf Kaufmann für Versicherungen und Finanzen genau der richtige für dich.
Wenn du nicht überwiegend im Büro sitzen möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Überzeugungskraft
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Logisches Denken
  • Analytisches Denken

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