Wie werde ich Anlagenmechaniker?

Kannst du

  • sorgfältig und genau arbeiten?
  • dir Dinge räumlich vorstellen?
  • Verantwortung übernehmen?

Du bist

  • interessiert an Technik?
  • handwerklich geschickt?
  • ziemlich gut in Mathe?

Dann solltest du dir unbedingt mal überlegen, ob der Beruf des Anlagenmechanikers nicht genau das Richtige für dich wäre! Mache hier den Berufs-Check.


Schulische Voraussetzung

Wenn du einen Hauptschulabschluss oder einen Realschulabschluss hast, kannst du dich für eine duale Ausbildung zum Anlagenmechaniker bewerben. Zum Teil stellen Unternehmen auch Bewerber mit Abi oder Fachabi ein.

Course of education

Duale Ausbildung

Recommended graduation

Hauptschulabschluss

Training period

3.5 year(s)

Was macht ein Anlagenmechaniker?

Deine Aufgaben als Anlagenmechaniker auf einen Blick:

  • Bearbeitung von vorgeformten Metallteilen, Blechteilen und Rohren nach den Vorgaben der technischen Zeichnungen
  • Fertigung von Einzelteilen und Konstruktionen
  • Montage der Konstruktionen zu Anlagen und Apparaten, wie Gehäusen für Haushaltsgeräte, Klimaanlagen, Rohrsystemen oder energetischen Systemen in der Energie- und Versorgungstechnik
  • Einweisung der Kunden in die Funktionsweise der Anlagen und Apparate
  • Wartung und Problembehebung der Anlagen beim Kunden


Deine Aufgaben als Anlagenmechaniker im Detail

Als Anlagenmechanikerin braucht man dich überall dort, wo mit Flüssigkeiten, Gasen oder Druckluft Anlagen und Maschinen betrieben werden. Das ist zum Beispiel in der Nahrungsmitteltechnik, in der Energie- und Versorgungstechnik, also zum Beispiel in Elektrizitätswerken, in Fabriken oder großen Betrieben wie Verkehrsbetrieben und in der Erdöl- und Erdgasförderung der Fall. Die Arbeit als Anlagenmechaniker ist dabei alles andere als monoton.

Von der Metallplatte zum Rohrleitungssystem

Biegen, Schneiden, Stanzen, Bohren und Schweißen – wenn du das nicht beherrschst, wer sonst? Erst einmal musst du die technische Zeichnung und die Stücklisten für deine Arbeit auswerten. So verschaffst du dir ein Bild darüber, welche Materialien du in welchen Mengen benötigst, welche Werkzeuge du dazu brauchst und wie das Ergebnis aussehen soll. In einer technischen Zeichnung werden die exakten Maße angegeben, die du in der Produktion auf hundertstel oder tausendstel Millimeter einhalten musst. Wenn ein Teil von den Vorgaben abweicht, passt es nicht zu den übrigen Teilen der Konstruktion und muss angepasst oder im „worst case“ neu gefertigt werden.

Montage, Prüfung und Funktionalität

Bevor es überhaupt losgehen kann, wird die Sicherheitskleidung angezogen. Ohne Sicherheit geht im Beruf des Anlagenmechanikers nichts. Besonders beim Schweißen ist oberste Vorsicht geboten. Nachdem du die Einzelteile entweder manuell oder mit der Maschine angefertigt hast, indem du zum Beispiel ein Metallblech für Rohre mit dem Schneidbrenner zurecht geschnitten hast, werden die Teile durch Schweißen, Schrauben oder Löten miteinander verbunden und zu einer Konstruktion bzw. Baugruppe zusammenmontiert. Größere Anlagen und Konstruktionen stellst du im Team her. Die fertigen Konstruktionen kontrollierst und prüfst du auf Risse, Kerben und ihre Dichtheit sowie Gleichheit. Du bist für die Funktion der Konstruktion verantwortlich.

Von der Werkstatt auf die Baustelle

Wenn die verschiedenen Rohre, die du für ein Rohrleitungssystem einer Lebensmittelfabrik hergestellt hast, sind sie fertig für den Transport. An der Baustelle angekommen, bist du als Anlagenmechanikerin auch für die reibungslose Montage zuständig. Mit deinen Kollegen zusammen transportierst du die Rohre (je nach Größe per Hand oder mit Baumaschinen) zu dem Ort, an dem sie befestigt werden sollen und montierst die vielen Teile zu einem großen Rohrleitungssystem.

Einweisung und Wartung vor Ort

Nur dann, wenn alles so aufgebaut ist wie in der technischen Zeichnung vermerkt, ist der Kunde mit dir zufrieden. Zum Schluss weist du den Kunden in die Funktionen und Bedienung des Systems ein. Dein Auftrag ist erledigt, doch bald wirst du wiederkommen, um die Anlage zu warten und wenn nötig Störungen zu beseitigen.

Gut zu wissen...
  • Die längste Rolltreppe der Welt ist 137 Meter lang und befindet sich in der St. Petersburger Metro-Station.

Inhalte der Ausbildung

Schulische Ausbildungsinhalte

Ohne die Berufsschule hättest du nicht das nötige Hintergrundwissen, das du für deine praktische Ausbildung im Ausbildungsbetrieb brauchst. Hier lernst du die vielen Werkstoffe wie zum Beispiel verschiedene Metalle kennen, lernst das Verhalten von Flüssigkeiten und Gasen und die Arbeit mit Werkzeugen wie zum Beispiel Hammer, Bohrer, Inbusschlüssel oder dem Schweißgerät kennen. Auch Mathe, besonders die Geometrie, ist für deinen Beruf als Anlagenmechaniker unverzichtbar, wenn du zum Beispiel technische Zeichnungen auswertest oder selbst Skizzen nach geometrischen Richtlinien anfertigst. In Physik wirst du dich mit physikalische Gesetzen auseinandersetzen, zum Beispiel im Bereich der Bauphysik. Du solltest also vor allem naturwissenschaftlich-technisches Interesse mitbringen, wenn du dich für eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker entscheidest. Aber auch die Fächer Deutsch und Englisch werden eine Rolle spielen, denn du musst selbst Dokumentationen über deine Arbeit anfertigen und Unterlagen, die zum Teil auf Englisch verfasst sind, verstehen können.


Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb wird dir beigebracht, wie du deine Arbeitsläufe richtig planst und strukturierst, sodass du bis zum vorgegebenen Termin mit einem Projekt fertig wirst. Zu Anfang wird noch nicht alles rundlaufen und das ein oder andere Teil muss korrigiert oder erneut gefertigt werden. Das ist in der Ausbildung natürlich nicht schlimm, doch später sollte dir so etwas nicht mehr häufig passieren. Schließlich bedeutet jedes verwendete Material Kosten für deinen Betrieb.

Ablauf der Ausbildung

Der Beruf des Anlagenmechanikers umfasst viele verschiedene Aufgabenbereiche. In deiner Ausbildung wirst du je nach Ausbildungsbetrieb ein Einsatzgebiet vertiefen. Das könnte zum Beispiel Anlagenbau, Apparate- und Behälterbau, Energie- und Versorgungstechnik, Instandhaltung, Rohrsystemtechnik oder Schweißtechnik sein.

Du hast innerhalb der Ausbildung die Möglichkeit vier Zusatzqualifikationen zu wählen:

  • Systemintegration
  • Prozessintegration
  • Additive Fertigungsverfahren
  • IT-gestützte Anlagenänderung

Diese Zusatzqualifikation umfasst einen Zeitraum von acht Wochen und wird in einem Fachgespräch als gesonderte Prüfung in deiner Abschlussprüfung erworben.

Neben dem Ausbildungsberuf des Anlagenmechanikers gibt es auch noch den verwandten Beruf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Wie gut passt der Beruf Anlagenmechaniker zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Anlagenmechaniker genau der richtige für dich.

Wenn du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Technisches Verständnis
  • Teamfähigkeit
  • Logisches Denken
  • Arbeitsgenauigkeit
  • Handwerkliches Geschick
Anlagenmechaniker-Quiz
  • Frage 1
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  • Ergebnis

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